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Ganz Dessau singt und klingt

Vom 28. Februar bis zum 15. März findet das Kurt Weill Fest statt

Kai Bienert ©
Kai Bienert ©

"Was sind Grenzen?" Diese Frage stellen sich die Veranstalter und Künstler des Kurt Weill Festes. Dreißig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung und in Zeiten, in denen Grenzen eher wieder auf-, denn abgebaut werden, bildet das Motto den Ausgangspunkt für vielfältige musikalische Erlebnisse. In guter Tradition werden namhafte Künstler wie Vladimir Korneev (Artist-in- Residence), Rolando Villazón, Thomas Quasthoff, Martina Gedeck sowie international vielbeachtete Instrumental- und Vokalensembles auftreten und das Publikum mit ihren Darbietungen auch zum gemeinsamen Nachdenken einladen.

Foto: Kurt Weill Foundation ©
Foto: Kurt Weill Foundation ©

Kaum ein anderer Künstler eignet sich zur Untersuchung solcher Fragen besser als der Grenzgänger und Namensgeber des Festes - Kurt Weill. Sein Leben lang überschritt er Grenzen: künstlerische, geographische, politische, religiöse und soziale. Dabei schuf er die Musik für unvergessliche Hits, wie die berühmte "Moritat von Mackie Messer" aus der Dreigroschenoper.

Kai Bienert, Kurt Weill Fest GmbH ©
Kai Bienert, Kurt Weill Fest GmbH ©

Das umfangreiche Programm des Kurt Weill Festes besticht auch durch außergewöhnliche Spielorte: Kurt Weills Kompositionen erklingen unter anderem im weltberühmten Bauhaus Gebäude, im Meisterhaus MoholyNagy, im historischen Arbeitsamt sowie inmitten der Maschinen und Lokomotiven im DB Instandhaltungswerk / Ausbesserungswerk Dessau. Ganz besonders möchten wir Ihnen den Besuch der Veranstaltung "Farges mikh nit - Vergiss mich nicht" am Samstag, 29. Februar um 17 Uhr im Anhaltischen Theater Dessau empfehlen.
Freuen Sie sich auf einen virtuosen Liederabend zwischen mitreißender Komik, leiser Melancholie und tief berührender Verzweiflung. Die international erfolgreichen Sängerinnen Alma Sadé und Helene Schneiderman sowie der Intendant der Komischen Oper Barrie Kosky als "großartiger Entertainer und kongenialer Begleiter für seine beiden wunderbaren Sängerinnen" [Berliner Zeitung] lassen eine vergessene Gattung wiederaufleben: die Jiddische Operette.
Die Autoren und Komponisten, zum größten Teil aus Osteuropa stammend, emigrierten unter dem Druck der dortigen Pogrome Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA, wo sie dem noch in den Kinderschuhen steckenden amerikanischen Musical und der aus Europa importierten Operette ein drittes Genre gegenüberstellten. Ihre Lieder handeln nicht selten vom Exil, von Einsamkeit und Heimweh, aber auch von der Lust am Leben - allen Widerständen zum Trotz.

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Anreise

Hinfahrt: z.B. mit RE7 um 10.15 Uhr
Rückfahrt: z.B. um 18.04 Uhr (für Kurt Weill Fest-Besucher: letzte Abfahrt Mo-Fr 22.16 Uhr, Sa/So 23.16 Uhr) Fahrzeit: ca. 1 Stunde 40 Minuten

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