Was ist eine S-Bahn und wie sind Sie entstanden?

Eine S-Bahn ist eine besondere Betriebsform des regulären Eisenbahnverkehrs. Sie zeichnet sich durch eine oft höhere Leistungsfähigkeit und kurze Bahnhofsabstände aus...

DB AG/Gerhard Fuest ©
DB AG/Gerhard Fuest ©

Darüber hinaus verfügt eine S-Bahn über einen Taktfahrplan mit dichter Zugfolge, eine Vernetzung mit den übrigen Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs (Straßenbahn, U-Bahn, Bus) sowie oft über erhöhte Bahnsteige, die einen stufenlosen Einstieg und einen schnellen Fahrgastwechsel ermöglichen. Die schnelle Beförderung einer hohen Anzahl von Fahrgästen wird darüber hinaus meist durch Fahrzeuge sichergestellt, die eine hohe Kapazität aufweisen und oft viele, breite Türen und eine hohe Beschleunigung haben. Viele S-Bahnen verfügen darüber hinaus im Kernbereich über eigene Gleisanlagen. Der Übergang zwischen S-Bahn und Regionalverkehr ist jedoch fließend.

Die erste S-Bahn in Deutschland entsteht in Berlin

1882 werden aufgrund des zunehmenden Lokalverkehrs in Berlin durch die Preußischen Staatseisenbahnen zum ersten Mal getrennte Gleise für den Vorortverkehr angelegt. 1891 folgt der eigene Tarif für die Berliner Stadt-, Ring und Vorortbahn. 1906 eröffnet die preußische Eisenbahndirektion Altona die Hamburg Altonaer Stadt und Vorortbahn als zweite S-Bahn in Deutschland. Wie in Berlin wird Sie bis zur Elektrifizierung mit dampfbespannten Zügen befahren.

1930 wird, ebenfalls in Berlin, die Bezeichnung S-Bahn für Stadtschnellbahn eingeführt. Gleichzeitig entsteht das berühmte weiße S auf grünem Grund, welches seitdem in Deutschland für eine S-Bahn steht.

S-Bahnen in Deutschland heute

Heute gibt es in Deutschland in Berlin, Dresden, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig-Halle, Magdeburg, München, Nürnberg, im Rhein-Main-Gebiet, im Rhein-Neckar-Gebiet, im Bereich Rhein-Ruhr, Rostock und Stuttgart S-Bahn-Systeme.