Die Bayerische Eisenbahngesellschaft

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft - Wir bewegen das Bahnland Bayern

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) ist ein Unternehmen des Freistaats Bayern. Sie wurde 1995 im Zuge der Bahnstrukturreform gegründet. Damals ging im Rahmen der sogenannten Regionalisierung die Leistungs- und Finanzierungsverantwortung für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) vom Bund auf die Länder über. Der SPNV umfasst Regionalzüge und S-Bahnen. Im Auftrag des Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie plant und bestellt die BEG den gesamten SPNV in Bayern. Sie ist verantwortlich für seine Finanzierung und achtet auf eine gleichbleibend hohe Qualität. So ergeben sich ihre drei Hauptleistungsbereiche: Planung, Qualitätssicherung und Finanzierung. Seit die Bayerische Eisenbahngesellschaft 1996 ihren Dienst aufnahm, hat sie den Regionalverkehr erheblich verbessert und zahlreiche wegweisende Projekte wie den Bayern-Takt auf den Weg gebracht. Auch in diesem Jahr stehen weitere innovative Veränderungen an, beispielsweise der Aufbau einer flächendeckenden Fahrgastinformation sowie Anschlusssicherung für den öffentlichen Verkehr auf der Straße und Schiene auf Basis von Echtzeitdaten. Die BEG versteht sich als starker Partner - sowohl für den Bürger in Hinblick auf mehr Wettbewerb im bayerischen SPNV als auch für die bayerischen Eisenbahnverkehrsunternehmen, mit denen die BEG gemeinsam für ein leistungsstarkes Bahnland Bayern arbeitet.

BEG ©

Bahnland Bayern - die Dachmarke der BEG

BEG ©

Die Marke Bahnland Bayern steht für den bayerischen Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Sie will Lust aufs Bahnfahren machen und eine emotionale Verbindung zum Freistaat herstellen. Ein leistungsfähiges öffentliches Schienenverkehrssystem ist ein wichtiger Standortfaktor für den Freistaat Bayern und ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur. Daher wendet die Bayerische Staatsregierung erhebliche finanzielle Mittel auf, um den SPNV auszubauen und weiter zu verbessern. So verfügt Bayern bereits heute sowohl in den Städten als auch in den ländlichen Regionen über ein attraktives Verkehrsangebot im SPNV. Reisen mit der Bahn ist eine ökologisch sinnvolle und bequeme Alternative zum Auto. Mit der neuen Dachmarke "Bahnland Bayern" unterstreicht die BEG die besonderen Qualitäten der Eisenbahn. Gemeinsames Ziel ist es, dass der SPNV noch mehr als bisher als modernes und attraktives Mobilitätsangebot für alle Menschen wahrgenommen wird.
Unter dem Motto "Bahnland Bayern - Zeit für dich" wird Bayern als sympathisches Bundesland mit einem attraktiven Bahnangebot dargestellt. Anzeigen- und Plakatmotive sowie Radiospots und Flyer wie z. B. "Ausflugstipps im Bayern-Takt" richten sich speziell an aktive und potenzielle Bahnfahrer. Die Werbemaßnahmen sollen die Attraktivität und Akzeptanz der bayerischen Bahnen als Verkehrsmittel steigern.

Planmäßig ankommen

Das Ziel der BEG: alle Fahrgäste in Bayern - auch im ländlichen Raum - können von frühmorgens bis spätabends, auch am Wochenende, einen Stundentakt nutzen, den sogenannten Bayern-Takt. Dazu prüft die BEG, wo und in welcher Weise in Bayern Verkehrsleistungen verbesserbar sind. Diese werden von der BEG als Auftrag an Verkehrsunternehmen wie die DB Regio, Arriva oder die Bayerische Oberlandbahn vergeben. Durch landesweite Planungen optimiert sie kontinuierlich die Verbindungen im Bahnland Bayern. Ein gemeinsamer Erfolg der BEG und der DB Regio ist das populäre Bayern-Ticket mit dem Markenzeichen: Ein Ticket - ein Tag - fünf Personen - ganz Bayern. Außerdem informiert die Bayerische Eisenbahngesellschaft alle Fahrgäste mit dem Bayern-Fahrplan über den gesamten öffentlichen Verkehr.

Bayerische Eisenbahngesellschaft mbh
Boschetsrieder Straße 69
81379 München-Obersendling
Tel. 089/748825-0
Fax 089/748825-51

Planung und Infrastruktur

Die Planung des Verkehrsangebots in Bayern hängt auch direkt mit der Infrastruktur zusammen, zum Beispiel mit dem Ausbau des Streckennetzes. Daher hat die BEG eine eigene Abteilung, die bei wichtigen Fragen der Infrastruktur mitwirkt, auch wenn nach dem Gesetz der Bund für die Infrastruktur des SPNVs zuständig ist. Sie definiert die Anforderungen an die Infrastruktur, die für den Bayern-Takt notwendig sind.

Qualitätssicherung auf Schienen

Die BEG gibt den Verkehrsunternehmen Qualitätskriterien vor, die vertraglich festgehalten werden. Beispielsweise die Pünktlichkeit der Züge oder Serviceangebote auf einer bestimmten Strecke. Um ein leistungsstarkes Nahverkehrsangebot zu gewährleisten, überprüft die BEG die Qualität der Leistungen regelmäßig. Dabei spielen Kriterien wie Sauberkeit, Fahrgastinformation, Sicherheit oder Komfort eine entscheidende Rolle. Sollten Mängel auftreten, tritt die BEG mit dem betreffenden Verkehrsunternehmen in Kontakt und verlangt Abhilfe. Werden Qualitätskriterien nicht eingehalten, fordert die BEG Strafzahlungen.

Wirtschaftlich fahren

Die BEG ist auch für die Finanzierung des bayerischen SPNV zuständig. Um ein möglichst gutes Preis-Leistungsverhältnis zu erzielen, unterliegt der Schienenpersonennahverkehr seit 1995 dem Wettbewerb. Nur durch den Wettbewerb können Qualität und Angebot verbessert und zugleich Steuergelder gespart werden. Den Auftrag für Verkehrsleistungen vergibt die BEG an das Unternehmen, welches das beste Angebot im Hinblick auf Qualität und Wirtschaftlichkeit abgibt. Die Verkehrsunternehmen behalten zu 100 Prozent die Fahrgelderlöse und sind dem Fahrgast gegenüber deshalb voll verantwortlich. Allein aus Fahrgelderlösen kann sich der SPNV jedoch nicht tragen: Aus diesem Grund besteht die Finanzierung aus bis zu zwei Dritteln aus Steuergelder. Diese zusätzliche finanzielle Unterstützung, welche die Betreiber von der BEG erhalten, nennt sich Bestellerentgelt.

Tätigkeitsschwerpunkte

  • Fortentwicklung des SPNV-Angebots
    Der Fahrplan des bayerischen SPNV wird fortgeschrieben. Dabei geht es insbesondere um das Schließen von Taktlücken, die Anpassung an Fernverkehrsfahrpläne und schließlich um Fahrplanverbesserungen durch investive Maßnahmen, die zu Fahrzeitverkürzungen führen.
  • Verknüpfung zwischen Bahn und Bus
    Die Verknüpfung zwischen Bahn und Bus soll weiter verbessert werden. Damit soll dem Ziel der Bayerischen Staatsregierung Rechnung getragen werden, ein integriertes Gesamtangebot von Nahverkehrsleistungen zu schaffen und einen beträchtlichen Teil des prognostizierten Verkehrszuwachses auf den ÖPNV verlagern zu können.
  • Qualitätsmanagement
    Die BEG unterstützt die Eisenbahnverkehrsunternehmen bei ihren Qualitätsaktivitäten und kontrolliert deren Leistungen. Leitmotiv für das Thema Qualität ist die Zufriedenheit der Kunden. In diesem Zusammenhang spielen sowohl die Planungsqualität, wie beispielsweise der Zugang zum Verkehrsangebot, als auch die Ausführungsqualität, d.h. der Bereich, der direkt die Qualität der Transportleistung betrifft, und der vom Kunden am stärksten wahrgenommen wird, eine wesentliche Rolle. Wichtige Ziele in puncto Ausführungsqualität sind eine hohes Maß an: Pünktlichkeit und Anschlusssicherung, Sicherheit in Zügen und auf Bahnhöfen, technischer Funktionstüchtigkeit, Sauberkeit in Zügen und auf Bahnhöfen, guter Information der Fahrgäste im Regel- sowie im Störfall.
    Das Qualitätsmanagement der BEG erstreckt sich von Qualitätsforschung über -planung, -vereinbarung, -messungen und -kontrollen bis zum Beschwerdemanagement und zur Einleitung von Maßnahmen zur Qualitätssteigerungen.

Gute Zusammenarbeit mit der DB Regio AG

In den letzten Jahren hat sich bei der Qualität vieles zum Positiven gewendet. Besonders sichtbar ist dies bei den modernen Fahrzeugen, wie etwa den Doppelstockwagen, die zu deutlichen Zuwächsen bei den Fahrgastzahlen geführt haben. Auch die Serviceorientierung der Zubegleiter hat sich in den letzten Jahren erkennbar verbessert. Im Bereich Sauberkeit sollen neue Reinigungssysteme, wie beispielsweise die Unterwegsreinigung der S-Bahn München, weitere Erfolge bringen. Und durch die 3-S-Zentralen an wichtigen Knotenbahnhöfen konnten Sicherheit, Sauberkeit und Service ebenfalls weiter optimiert werden. Im Bereich Fahrgastinformation erwartet sich die BEG durch die Weiterentwicklung des Bayern-Fahrplans zu einem Fahrgastinformations- und Anschlusssicherungssystem auf Basis von Echtzeit-Daten einen großen Schritt nach vorn.

Gemeinsame Fortentwicklung von Tarifen, Qualität und Fahrplänen für die Kunden

Wünsche der Fahrgäste sind die Basis für Qualitätsverbesserungen. Bevor sich Qualität und Image positiv verändern können, muss zunächst die Erwartungshaltung der Kunden durch intensive Markt- und Qualitätsforschung ermittelt und berücksichtigt werden. Die BEG hat hierzu die Kundenansprüche sowie die Resonanz auf qualitätssteigernde Maßnahmen in verschiedensten Untersuchungen eruiert.

Die Kundenanliegen, die in den BEG-Kondenmonitor einfliessen und bei denen die BEG eng mit den RAN-Teams (Regionale Ansprechpartner im Nahverkehr), zusammenarbeitet, werden alle detailliert geprüft und haben bereits viele Verbesserungen, zum Beispiel im Bereich der Fahrplangestaltung, bewirkt. Im Verkehrsdurchführungsvertrag mit der DB Regio AG sind beispielsweise detaillierte Qualitätssicherungsstandards und -ziele unter anderem für die Bereiche Personal, Vertrieb, Pünktlichkeit/Verfügbarkeit, Sauberkeit und Funktionstüchtigkeit festgelegt.

Gemeinsame Verbesserung des Bayern-Takt

Der 1996 eingeführte und seitdem schrittweise optimierte Bayern-Takt bietet von früh bis spät auf nahezu allen bayerischen Strecken leicht merkbare Abfahrtszeiten und optimale Anschlüsse mit kurzen Übergangszeiten in den Knotenbahnhöfen - und das zumeist im Stundentakt. Die durch ihn erzielten Fahrgastzuwächse von über 60 Prozent und seine Vorbildfunktion auch für andere Bundesländer sprechen eine deutliche Sprache.

Es gibt jedoch nach wie vor eine Menge zu tun: Der SPNV muss noch pünktlicher, sicherer und sauberer werden, damit noch mehr Bürgerinnen und Bürger, Einheimische wie Gäste, auf die Bahn umsteigen. Das gemeinsame Ziel ist anspruchsvoll und klar definiert: Alle Züge im Bayern-Takt müssen ein gleich bleibend hohes Qualitätsniveau aufweisen.

Einführung des Bayern-Tickets - eine Erfolgsstory

Attraktive Tarifangebote sind ein wesentlicher Anreiz für die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Verfolgt werden hier vor allem Ziele der Tarifharmonisierung. Der erste Schritt dazu war das Pilotprojekt Bayern-Ticket, das der Freistaat Bayern und die DB AG initiiert haben. Die Nachfrage nach dem im März 1997 eingeführten Bayern-Ticket hat sich sehr positiv entwickelt. Das attraktive Tarifangebot ist für all jene gedacht, die in der Zeitplanung während der Woche flexibel sind. Es soll vor allem Familien insbesondere für Freizeit- und Einkaufsfahrten ansprechen.

Bayern-Ticket als flexibles 1er-2er-3er-4er-5er-Ticket.

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