Sommerferien 2018: Bauoffensive zwischen Freising, Flughafen München und Feldmoching

Besserer Flughafenanschluss, barrierefreie Bahnhöfe, stabile Infrastruktur: Sonder-S-Bahnen zum Flughafen sowie Bus-Ersatzverkehr zu allen Stationen während der Bauzeit

(München, 18.01.2018) Mit einem großen Bündel von Baumaßnahmen wird das Schienennetz nördlich von München fit gemacht. Der direkte Anschluss von Ostbayern an den Münchner Flughafen wird hergestellt („Neufahrner Kurve“), S-Bahn-Stationen werden barrierefrei ausgebaut sowie Schienen und Weichen auf mehr als 33 Kilometer Streckenlänge erneuert. Insgesamt werden in kurzer Zeit mehr als 60 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert.

Die Konzentration und Bündelung dieser Arbeiten auf die Sommerferien verschont Bahnreisende vor monatelangen Behinderungen durch Baustellen. Dafür muss sechs Wochen die Strecke zwischen Freising und Feldmoching weitgehend für Züge gesperrt werden, vom 28. Juli bis 10. September 2018.

Die S-Bahn bedient weiterhin den Flughafen und verstärkt die S8. Auch wird ein Basisangebot auf der Schiene zwischen Freising, Neufahrn (b. Freising) und dem Flughafen aufrechterhalten. Zusätzlich verbinden Busse die S-Bahn-Stationen in diesem Abschnitt.

„Wir wissen um die Bedeutung dieser wichtigen Verbindung an den Flughafen und der Zulaufstrecke zwischen Ostbayern und der Landeshauptstadt München“, sagt Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Bayern. „Umso wichtiger ist die Zukunftsfähigkeit der Infrastruktur. Die Bündelung der Arbeiten auf die Sommerferien ist dabei die beste Alternative. Monatelange Baustellen und Beeinträchtigungen im Zugbetrieb sind das, was wir und unsere Kunden am wenigsten wollen. DB Regio Bayern und S-Bahn München haben hierzu ein leistungsfähiges Ersatzkonzept entwickelt.“

Fakten:

Was wir für das Schienennetz tun:
Die Bahn nutzt die bayerischen Sommerferien mit deutlich reduziertem Pendler und Schülerverkehr, um zwischen Freising und Feldmoching verschiedene Bauarbeiten zu bündeln. Die Neufahrner Kurve wird an ein Elektronisches Stellwerk angeschlossen. Das schafft die Voraussetzung, um ab Jahresende 2018 Ostbayern besser an den Flughafen München anbinden zu können. Die Bahnhöfe Unterschleißheim und Lohhof werden barrierefrei ausgebaut. Auf 33 Kilometern Länge werden Gleise erneuert und sechs Weichen getauscht. Dabei werden auch rund 61.000 Stück Schwellen und 42.000 Tonnen Schotter erneuert. Dazu müssen zwischen Feldmoching und Freising sowie zwischen Neufahrn und Flughafen die Gleise gesperrt werden.

Wie wir fahren:
Es gibt ein aufeinander abgestimmtes Betriebskonzept aus S-Bahnen und Schienenersatzverkehr (SEV). Für die Fahrgäste der S-Bahn gibt es zwischen Feldmoching und Freising sowie zwischen Feldmoching und Flughafen SEVBusse, die in der Hauptverkehrszeit zwischen Feldmoching und Lohhof verstärkt werden. So kann von dort der Flughafen umsteigefrei erreicht werden.

Die S-Bahnlinie S1 wird zur S18 und startet ab Feldmoching in Richtung München Innenstadt und von dort als Express-S-Bahn zum Flughafen. Sie fährt von 6 bis 23 Uhr im 20-Minuten-Takt. Zusammen mit der Linie S8 fährt alle 10 Minuten eine S-Bahn zum Flughafen.

Die Regionalzüge aus Ostbayern wenden in Freising. Ab dort verkehren SBahnen, die über Neufahrn, den Flughafen und den Ostbahnhof umsteigefrei bis in die Münchner Innenstadt fahren. Dazu werden einige Züge der Linie S18 und S8 über den Flughafen hinaus bis nach Freising verlängert. In der Hauptverkehrszeit fahren sie zwischen Freising und Flughafen alle 30 Minuten, tagsüber alle 60 Minuten. Zwischen 19.30 Uhr und 6.00 Uhr ist baubedingt kein Zugbetrieb möglich. Die Bahn setzt aber ganztägig bis zum Betriebsschluss zahlreiche SEV-Busse ein. Diese pendeln im 10-Minuten-Takt direkt zwischen Freising und dem Flughafen und ergänzen das Zugangebot.

Wie wir informieren:
Mitte Februar werden die konkreten Details und Fahrplandaten in die digitalen Auskunftssysteme eingepflegt. Wer dann eine Reiseverbindung sucht, hat auf „Bahn.de“ oder der Bahn-Navigator-App die geänderten Reisezeiten mit einberechnet. Die DB-Abokunden werden Anfang Februar in einem gesonderten persönlichen Schreiben über alle wichtigen Details ausführlich informiert. Außerdem wird sukzessive im Lauf des Frühjahrs und Sommers immer wieder über weitere Details informiert.